Reisebericht Panama – Houston 2017

Geschrieben von: Conny Beckoetter

Panama ist ein Reiseziel, dass zwischen seinen Nachbarn Costa Rica und Kolumbien oft vergessen wird. Doch eigentlich steht Panama seinen Nachbarländern landschaftlich in nichts nach. Traumhafte Natur mit wunderschönen weißen Stränden und Regenwäldern wo man einfach nur die Seele baumeln lassen kann.

„In Panama“, sagte der Bär, „ist alles viel schöner. Denn Panama riecht von oben bis unten nach Bananen. Panama ist das Land unserer Träume, Tiger. Wir müssen sofort morgen nach Panama.“ – aus „Oh, wie schön ist Panama“ von Janosch.

Wir haben uns für Panama entschieden, da es aus Zeit- und Preis- Gesichtspunkten gut mit Houston, unserem eigentlichen Ziel, zu verbinden war.

 

Freitag 20.10.2017

Hannover – Frankfurt: 8:25 – 9:25;   Frankfurt – Panama City: 11:55 – 16:40

Die Flüge klappen problemlos und um halb sechs Ortszeit sind wir am Alamo Schalter und bekommen unseren Mietwagen, ein Toyota RAV 4, der erst 10.450 km runter hat, also fast neu. Jetzt müssen wir nur noch das Hotel finden. Wie gut, dass wir „here“ Panama geladen haben. Ohne Navi wären wir aufgeschmissen.

Die Hauptstadt Panamas gehört zu Lateinamerikas lebhaftesten Hauptstädten mit der größten Skyline Zentralamerikas.

 

Stimmt, die Skyline können wir unterwegs auf der Avenida Balboa schon bewundern und lebhaft ist es auf den Straßen auch, überall wird gehupt, auch wenn es gar nichts bringt..

Vom Flughafen zum Hyatt Place brauchen wir gut 30 Minuten, von denen wir eine ganze Zeit im Stau stehen.

Das Hotel sieht auf den ersten Blick nicht so toll aus, aber das Zimmer (Nr. 1515) ist groß und sauber.

 

Samstag 21.10.2017

Jetlag haben wir nicht wirklich, aber um halb sechs ist trotzdem die Nacht vorbei.

Das Frühstück ist doch recht spanisch …. aber es gibt richtige Teller, kein Plastik.

Als erstes wollen wir heute Vormittag zu den Miraflores Schleusen und in den Soberania NP.

Dank Navi erreichen wir um kurz vor neun das Besucherzentrum Miraflores. Wir bezahlen die 15 $ pro Person Eintritt und fahren gleich zur Aussichtsplattform im 4. Stock. Und tatsächlich liegt schon ein Containerschiff vor der Schleuse und wartet auf uns :-)))

 

Beeindruckend, wie die Schiffe, die nur 60 cm Luft an beiden Seiten der Schleuse haben, mittels Rangierlokomotiven durch die Schleuse gezogen werden.

Und ziemlich heiß ist es, 32°C bei 90% Luftfeuchtigkeit- wir schwitzen!

Um zehn Uhr sehen wir im Kino noch einen kurzen Film über den Kanal, dann verlassen wir die Miraflores Schleusen.

Die Klimaanlage im Auto muss voll aufgedreht werden.

Weiter geht es zum Summit Botanischen Garten, der dem Soberania NP angeschlossen ist. Statt 1$ kostet er 5$ Eintritt, und eine Karte gibt es leider auch nicht.

Es ist wirklich mehr ein botanischer Garten als ein Nationalpark. Einige heimische Tiere sind auch ausgestellt und einer der Führer dort weist uns gleich auf die Harpyie hin, die hinter Gittern hin und her fliegt. Der Vogel ist schon riesig und toll anzusehen. Den Tapir, den wir als nächstes sehen sollen, können unsere Augen aber nicht entdecken. Dafür sehen wir den ruhenden Jaguar hinter Glas recht gut.

Und dann gab es noch unzählige, wunderschöne Blüten, riesige, armdicke Bambusse, viele Bananenpflanzen (auch wenn es nicht nach Bananen riecht in Panama, obwohl Janosch das behauptet) und und und…

Es ist mittlerweile Mittagszeit und so heiß, dass wir Sauna -Feeling haben. Anstrengend bei den Temperaturen rumzulaufen.

Nächstes Ziel ist das Gamboa Rainforest Resort. Eigentlich wollte ich dort mit der Aerial Tram in den Regenwald, aber die muss einen Tag im Voraus gebucht werden. Deshalb gehen wir nur in die Lobby des Resorts und genießen an der Bar Drinks und einen Cesars Salat. Tut gut im gekühlten Bereich zu sitzen.

Erfrischt starten wir durch, um das Casco Viejo, das eines der interessantesten Plätze der Stadt sein soll, zu erkunden.

Die Straßen sind schon wieder mehr als voll. Die Standspur wird zum schnellen Überholen genutzt und man drängelt wo man kann.

Gegen zwei Uhr beginnt es zu regnen. Erst tröpfelt es nur vereinzelt, aber entgegen den Aussagen, dass es in der Regenzeit kurz und heftig regnet, regnet es heute dauerhaft und leicht.

Im Casco Veijo drehen wir mit dem Auto einige Runden, bis wir einen bewachten Parkplatz finden, der auch nur 60 Cent pro Stunde kostet – unvorstellbar günstig und mit Blick auf die Skyline von Panama City.

Das Casco Viejo entstand nach der Zerstörung Panama La Viejas im Jahr 1673 und besitzt viele koloniale Bauten.

Wir laufen zum Plaza de la Indepencia, dem „Herzen Casco Viejos“. Dort wird heute eine Reanimation nötig sein. Die Kathedrale ist eingerüstet wie der Palacio Municipal, in dem am 3.11.1903 die Unabhängigkeit unterschrieben wurde, und viele andere Gebäude auch.

Der konstante Nieselregen treibt uns ins Museo del Canal Interamericano de Panama, angeblich einem Muss für alle Panamakanalbesucher. Wir hätten uns die 20$ Eintritt besser gespart. Fast die gesamte Ausstellung ist in spanisch und nicht besonders ansprechend.

Das Casco Viejo hat wie viele Mittel- und Südamerikanische Städte einen morbiden Charme – den muss man mögen oder auch nicht…. Mir erscheint es eher herunter gekommen. Es wird zwar viel renoviert, aber das wird noch Jahre dauern, bis es fertig ist. Von einigen Häusern stehen nur noch abgestützte Außenwände.

 

Nach einer kurzen Pause im Hotel wollen wir zum Abendessen ins Hard Rock Café. Das Navi sagt, es sind nur knapp 2 km (26 Min), deshalb gehen wir zu Fuß.

Es regnet, es ist dunkel, die Bürgersteige sind genau so schlecht wie die Straßen und jedes freie Taxi hupt uns an. Es ist schon etwas suspekt in Panama City spazieren zu gehen.

Das Hard Rock Café ist fast leer und nach dem Essen wissen wir auch warum: teuer und nicht die beste Qualität.

 

Sonntag 22.10.2017

Es ist undenkbar, nach Panama zu kommen, ohne den Kanal zu besuchen. Er ist ohne Frage ein Weltwunder. Wer nach Panama fährt, der sollte nicht nur den Panama Kanal sehen, auch ihn befahren, sagt man.

Heute steht die Teildurchquerung des Panamakanals für uns an. Gestern haben wir erfahren, dass wir um 10:30 Uhr an der Flamenco Marina sein sollen.

Dorthin kommt man über den Amador Causeway, vorbei am Museo de la Biodiversidad, fährt über die Isla Perico und dann rüber zur Isla Flamenco.

So ganz einfach ist es nicht die Agentur der Panama Marina Adventures zu finden…

Lennys, unsere Agenturlady, erzählt uns, dass um 10:30 Uhr einchecken ist und um 11 der Bus kommt, der uns nach Gamboa bringt.

Da wir erst um 18 Uhr zurück sein sollen, haben wir uns auf gewisse Wartezeiten eingestellt, aber nicht auf das, was wir dann erleben.

Tatsächlich geht es kurz nach 11 los, es nieselt. Die Fahrt nach Gamboa, mit 40 Minuten angekündigt, dauert 70. Ein kleiner Teil der Überschreitung wird durch die Baumfällarbeiten und eine dadurch bedingte Umleitung hervorgerufen.

Und dann stehen wir in Gamboa vor der Marina und warten auf den „Pilot“, der uns zum Schiff bringen soll. Ca. 15 Min werden veranschlagt, wir sollen unsere Beine stretchen, aber uns nicht zu weit vom Bus entfernen. Die 15 Minuten werden 50 und dann dürfen wir reinfahren und auf die Pacific Queen steigen.

Erstaunlich schnell läuft diese dann aus, so dass wir um kurz nach eins auf dem Kanal schippern.

Gamboa liegt am aufgestauten Teil des Rio Chargres, 26 m über dem Meeresspiegel. Hier beginnt auch der rund 13 km lange Culebra Cut oder Cuillard Durchstich durch die Berge der kontinentalen Wasserscheide.

So ne Kanalfahrt ist langweilig, stellen wir nach kurzer Zeit fest. Obwohl der Himmel total grau und bewölkt ist, ist es so hell, dass man eine Sonnenbrille braucht.

Der Kanal selbst ist nicht so spektakulär, wie man es sich vorstellt. Der Bau vor über 100 Jahren war das sicher.

Schon 1880 begannen die Franzosen mit dem Bau und trotz übermenschlichen Anstrengungen trieb sie der Bau in neun Jahren in den finanziellen Ruin. Erst 1904 vollendeten die Vereinigten Staaten den Traum von Ferdinand de Lesseps mit dem Unterschied, dass sie nicht mehr versuchten den Kanal auf Meeresspiegel zu bauen. 1914 wurde der Panamakanal eröffnet.

Nach ungefähr einer Stunde fahren wir unter der Puente Centenario, der Centennial Bridge durch, eine sechsspurige Schrägseilbrücke, die 80 m über dem Kanal hängt.

 

Kurz danach erreichen wir die erste Schleuse, Pedro Miguel, hier endet auch der Cuillard-Durchstich. Wir können gleich reinfahren und dann heißt es wieder warten…. Erst jetzt wird mir klar, was es heißt, die Schiffe müssen vor den Schleusen warten. Ich hatte mir das so vorgestellt, dass man wartet, weil gerade ein Schiff gehoben oder gesenkt wird. Weit gefehlt, man wartet, um die Schleusekammer mit Schiffen zu füllen.

Ein weiteres Passagierschiff legt neben uns an und wir glauben, dass hinter uns ein großes Containerschiff reinfahren wird. Aber nein, Gefahrgut und Passagiere dürfen nicht in eine Schleuse, das riesige Schiff fährt in die Schleuse neben uns und wir warten weiter..

Die Schleusenkammer ist 1000 Fuß lang = 304,8 m, da passen viele kleine Schiffe rein. Schön, dass irgendwann ein großes Containerschiff ohne Gefahrgut kommt.

Wie gut, dass wir nur eine Partial Canal Tour gebucht haben, auch wenn wir das nur deshalb gemacht haben, weil keine andere zu diesem Zeitpunkt möglich war.

Die Agentur muss übrigens 4000 $ für eine Tour an die Kanalgesellschaft bezahlen, nimmt aber auch nach unserer Rechnung bis zu 10.000$ damit ein.

Nach einer Stunde und vierzig Minuten passiert endlich was, wir gehen tiefer :-)) das Absenken und Öffnen der Schleusentore dauert nur ca. 8 Minuten. Der Hub der Pedro Miguel Schleuse beträgt 9,5 m. Danach befinden wir uns im nur 2 km langen Miraflores-See, der nur noch 16,5 m über dem Meeresspiegel liegt.

Relativ schnell fahren wir weiter zu den Miraflores Locks. Und wieder müssen wir warten, diesmal nur eine Stunde. Die Miraflores Schleusen besitzen zwei aufeinander folgenden Staustufen, d.h. ein weiteres Mal vor dem letzten Tor warten.

Alle Schleusenkammern sind übrigens 33,55 m breit, dass bedeutet, dass viele Schiff nur 60 cm an jeder Seite Platz haben.

Sowohl die Pedro Miguel, als auch die erste Stufe der Miraflores Schleuse haben aus Sicherheitsgründen doppelte Schleusentore. Jeder dieser Torflügel ist 19,81 m (65 Fuß) breit und 2,13 m (7 Fuß) dick. Die Miraflores Schleusentore sind 25 m hoch und haben ein Gewicht von ca. 600 t. Die Torflügel werden heute hydraulisch bewegt, was man besonders gut an der Miraflores Schleuse sehen kann.

Die Schleusenkammern werden nur durch die Schwerkraft der Wassers gefüllt und geleert, ohne Pumpen, dabei laufen ungefähr 101.000 Kubikmeter Wasser in oder aus den Becken. Der Wasserverlust durch die Schleusungen wird durch den Rio Charges ausgeglichen, wobei der Gatunsee als Puffer dient.

Es beginnt zu regnen, zunächst leicht, dann immer stärker., bald fallen kontinuierlich dicke Tropfen. Nachdem die Tore offen sind und wir durchfahren können, bin ich trotz Jacke klatschnass.

Zum Schluss kann die Pacific Queen noch mal richtig Gas geben, jetzt bremst uns keine Schleuse mehr aus.

Nach den Miraflores Schleusen geht es über einen natürlichen Zufahrtskanal, vorbei an den Hafenanlagen von Balboa und unter der Puente de las Americanas durch in den Golf von Panama. Das Ende des Kanals wird durch eine Boje bei der Isla Perico angezeigt.

Nachdem wir den Kanallotsen auf dem Meer von Bord gelassen haben, erreichen wir kurz nach halb sieben die Flamenco Marino.

Bei Alberto’s gibt es eine Pepperonipizza zum Abendessen, inklusive eines Glases Wein für jeden, dann fahren wir ins Hotel. Ein Tag auf dem Wasser und wir sind geschafft.

Übrigens: Der Kanal wird morgens in die eine und am Nachmittag in die andere Richtung geöffnet. Daher bilden sich Tag für Tag lange Schlangen an der Zufahrt zum Panamakanal.

 

Montag 23.10.2017

Unser Aufenthalt in Panama City endet heute. Die Stadt ist eine Mischung aus reichen Banken, Briefkastenfirmen und großer Armut. Straßen und Bürgersteige sind in schlechtem Zustand, selbst im Bankenviertel.

Der Verkehr ist katastrophal, man hat das Gefühl, jeder fährt wie er will. Dieter meint, die Anwohner hier brauchen mehr Ersatzteile für Hupen als für Blinker. Gehupt wird ununterbrochen, geblinkt nur von Touristen.

Es regnet mal wieder.

Wir verlassen die Stadt über die „Puente de las Americas“, die den Panamakanal überquert und für viele damit die Verbindung zwischen Nord- und Südamerika darstellt. In unserer Richtung wird es ruhiger auf den Straßen und wir folgen rund eine Stunde der Panamericana Richtung Westen, bevor wir auf die kurvenreiche Straße Richtung El Valle de Anton abbiegen wollen.

Das erweist sich als nicht ganz so einfach. „Here“ möchte uns in San Carlos ständig rechts abbiegen lassen in so kleine, teilweise nicht asphaltierte Straßen, was wir es viermal verweigern, bis wir dann doch folgen. Und wir landen wie schon einmal in Costa Rica im Nichts, auf einem eingezäunten Privatgelände. Also umdrehen…

Im Reiseführer lesen wir dann, dass wir in Las Uvas auf die 71 abbiegen sollen. Und das ist dann auch eine super angelegte, relativ neu asphaltierte Straße.

Immer wieder „spinnt“ das Navi und verliert die Orientierung, aber wir erreichen trotzdem El Valle de Anton.

Ab halb elf kommt so nach und nach die Sonne durch die Wolken durch :-)))

Die Kleinstadt El Valle de Antón befindet sich im Osten der Provinz Coclé, 120 km von Panama City entfernt, liegt inmitten eines erloschenen Stratovulkans und soll eine der schönsten Städte Panamas sein. Der Vulkankessel hat einen Durchmesser von 12 km und in ihm leben auf 600 Meter über Meereshöhe 7500 Einwohner.

Auch im Ort möchte uns „here“ abenteuerliche Abzweigungen nehmen lassen, wie gut, dass das Hotel „The Golden Frog Inn“ ausgeschildert ist. Ohne diese Schilder wären wir sicher wieder umgedreht. Wir landen an einem Berghang, am Ende der Ortes im Nirgendwo.

Das Inn ist überschaubar groß und wir werden auf deutsch begrüßt….

Gegen eins fahren wir in den Ort, um uns die Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Beginnen wollen wir mit den Arboles Cuadrantos, den viereckigen Bäumen, die vom Hotel Campestre aus zu Fuß zu erreichen sind. Im Hotel teilt man uns mit, dass der Weg dorthin 45 Min dauert und es keine Map gibt. Wir schauen uns an und verzichten. Gute Wahl, es beginnt zu regnen, zuerst noch leicht.

Weiter geht es zum „Butterfly Haven“. Dort angekommen, gibt es einen starken Platzregen, so dass wir das Auto nicht verlassen können. Eine viertel Stunde warten wir auf dem Parkplatz vergeblich auf das Ende, dann beschließen wir zunächst Essen zu gehen.

In El Valle scheint nur am Wochenende etwas los zu sein… der Italiener, für den wir uns entscheiden, hat erst Freitag wieder auf. Im Restaurante y Lena an der Hauptstraße sitzen schon ein paar, wir folgen ihnen und landen in einem Chinarestaurant, das auch Pizza auf der Karte hat. Pizza gibt es allerdings nicht. Ich nehme ein Sandwich und Dieter den Red Snapper. Letzterer muss wohl noch geangelt werden…

Mittlerweile setzt der Regen aus, wir warten aufs Essen….

Nach dem Essen starten wir einen weiteren Versuch mit den Butterflys. Es regnet wieder, wenn auch nur leicht und der Mann an der Kasse rät uns ab den Park zu besuchen, da die Schmetterlinge unter den Blättern sitzen und kaum zu sehen sind – nett.

Wandern im Regen wollen wir auch nicht, also bleibt nur noch der Zoo mit den goldenen Fröschen, obwohl uns im Hotel dazu nicht geraten wurde. Würden wir jetzt auch nicht mehr. Die 5 $ Eintritt pro Person sind schon fast eine Frechheit. Als erstes sehen wir Kaninchen und eine Art Baumschule….. die restlichen, kleinen Gehege mit feinmaschigem Draht sparen wir uns und gehen gleich in das Gebäude mit dem Ranarium. Wie erwartet sind die Frösche hinter Glas. Trotzdem sind die goldenen Frösche gut erkennbar, reichlich vorhanden und sitzen auch noch vorne am, wenn auch dreckigen, Glas.

Danach verlassen wir den Zoo und fahren gegen vier wieder ins Hotel – kein sehr erfolgreicher Tag. Im Regen kann man auch die schöne Umgebung nicht erkennen.

Nun sitzen wir auf unserer überdachten Terrasse und lauschen den Fröschen.

So ganz hält das „opulente“ Mittagessen dann doch nicht an und wir fahren um 18:45 Uhr runter in den Ort, um bei Bruschetta, das Restaurant, das im Reiseführer empfohlen wird, zu essen. Es ist stockdunkel!

Gestern Abend haben wir uns schon über die Fußgänger in Panama City gewundert, die sich todesmutig auf den Straßen bewegten und auch nicht ihre Schritte beschleunigten wenn ein Auto kam. Das war nichts gegen das, was man in El Valle nachts auf den Straßen erlebt. Nicht nur Fußgänger nutzen die Straßen, auf den Seitenstreifen kann man heute auch nicht gehen, da sie unter Wasser stehen, auch Radfahrer sind zahlreich unterwegs. Leider besitzt keiner von ihnen Licht und sie tauchen plötzlich im Dunkeln auf, manchmal auch auf der falschen Straßenseite.

Das Essen im Bruschetta ist okay und nach einer Stunde sind wir wieder im Hotel.

Die Frösche quaken immer noch :-)))

Es ist deutlich kühler als in Panama City, nur noch 23 Grad.

 

Dienstag 24.10.2017

So richtig toll war die letzte Nacht nicht.

Das wir nur ein Queenbett haben würden, wussten wir, aber ein 1,4 m breites Metallbett, das bei jedem Umdrehen quietscht, hatten wir dann doch nicht erwartet :-((

Trotz des lautstarken Froschgequakes schlafe ich irgendwann ein. Um halb zwölf schlafen dann auch die Frösche. Gegen drei Uhr nachts beginnen allerdings die Hähne an zu krähen und wecken auch die Frösche wieder auf…. Natur pur!

Neun Uhr, wir haben alles gepackt und können los. Bevor wir El Valle verlassen, fahren wir noch einmal zum Hotel Campestre, um den Sendero zu den Arboles Cuadrantes zu laufen. Heute kostet es nur noch 4 $ pro Person, auch gut, und wir starten um 9:15 Uhr die Wanderung, die 45 Min dauern soll. Das Wetter ist gut, bewölkt aber trocken. Im Wald wird es dann doch schweißtreibend stickig – Nebelwald.

Zuerst geht es bergauf und überall sind farbenfrohe Blüten zu sehen. Über eine schaukelige, ältere Holzhängebrücke erreichen wir nach einer halben Stunde einen viereckigen Baum.

Unser Kommentar: „Glenn Innes“ – gutes Marketing, wenig spektakulär. Aber der Spaziergang war schön. Eine Blattschneiderameisen – Straße sehen wir noch und nach einer Stunde sind wir wieder am Hotel.

In den Bergen ist „Here“ immer etwas irritiert und verliert das GPS Signal. Deshalb fahren wir abenteuerliche Strecken, um zur Panamericana zu kommen, aber wir erreichen sie nach einer guten Stunde in Penonome.

Die Carretera Interamericana, die Panamericana, ist die Hauptverkehrsverbindung in Panama, eine zweispurige (in beiden Richtungen) Straße, auf der man 100 km/h fahren dürfte, da Autobahn. Dieter fragt noch mal nach, wie die Geschwindigkeitsbegrenzungen sind, ich schlage im Reiseführer nach und kurz danach werden wir von einem Motorrad- Polizisten am Straßenrand rausgewunken :-(( waren wir zu schnell?

Er spricht kein Englisch, wir nicht spanisch, aber er macht uns klar, dass wir in einer 60er Zone 90 gefahren sind. Er kontrolliert Pass und Führerschein und erklärt uns, dass das 100 $ kosten würden. Dann drückt er uns die Hand und verabschiedet uns. Wunderbar, so nette Polizisten trifft man selten.

Jetzt fahren wir bewusster und langsamer weiter. Dabei stellen wir fest, dass hier regelmäßig kontrolliert wird und viele Fahrer zur Kasse gebeten werden. Glück gehabt!

Die Panamerica, „die“ Autobahn in Panama, wird von Linienbussen befahren, die alle paar Kilometer eine Haltestelle haben. Jedes Mal wird die Geschwindigkeit auf 50 oder 60 abgesenkt. Zusätzlich gibt es viele Fußgängerüberwege – auf einer Autobahn!!!!

All das bewirkt, dass wir nicht richtig voran kommen.

Wir fahren kilometerlang an Zuckerrohrfeldern vorbei.

In Santiago stärken wir uns bei dem amerikanischen Restaurant mit dem großen M und erwarten danach die angekündigten Baustellen. Zunächst geht es noch gut weiter und so schlecht ist die Straße nicht, da haben wir schon ganz anderes befahren.

Irgendwann kommen dann doch 35 km Baustelle, in der der Verkehr einspurig geleitet wird.

In Las Lajas verlassen wir die Panamericana und biegen ab zum Pazifik. „here “ kannte unser Hotel nicht und wir hoffen, dass das Las Lajas Resort in der Nähe des Show Pony Beach Resorts liegt. Stimmt nur halbwegs.

Das letzte Stück parallel zum Ozean ist nur noch Schotterpiste mit ganz ganz vielen Wasserlöchern. Es muss viel geregnet haben…

Zeitweise zweifeln wir, ob wir richtig sind und bei den Las Cabanas fragen wir nach. Gott sei Dank haben wir das nicht gebucht!!!!

Unser Resort liegt dann ziemlich am Ende der Straße, kurz vor dem Zaun, der das Ende der Welt begrenzt.

Erwartet hat man uns nicht wirklich und eine Rezeption gibt es auch nicht, wird alles an der Bar erledigt. Bisschen behelfsmäßig. Das Apartment ist schön, großzügig, allerdings mit Zementboden, aber mit einer Außenbadewanne – welcher Scherzkeks das wohl geplant hat und was der sich damit erträumt hat.

16 Uhr, wir wollen noch den Strand sehen, haben aber leichte Probleme die „Wasserstraße“ zu überqueren… über ein privates Ferienhausgrundstück schaffen wir es.

Es ist windig und regnet mal wieder.

Die Gegend um Las Lajas hat einiges zu bieten, sagt das Internet. Das kann ja viel behaupten. An erster Stelle wird natürlich der palmenumsäumte Sandstrand von Las Lajas genannt, der mit ca. 20 km Ausdehnung als der längste Strand Zentralamerikas bezeichnet wird. Das könnte stimmen, der dunkle Sandstrand ist „unendlich“ und menschenleer. Kokospalmen stehen am Rand in Reihe und wiegen sich im Wind.
Es regnet immer heftiger und stürmt richtig.

 

Mittwoch 25.10.20167

Bis auf den Regen war es in der Nacht total still.

Außer unser Zimmer ist nur das große Apartment belegt von einer Großfamilie. Zuerst dachten wir es sind Amerikaner, aber es sind Restaurantbesitzer aus Boquete.

Um acht erwacht hier das Leben und gegen halb neun bekommen wir Frühstück.

Danach begeben wir uns auf unseren ersten Strandspaziergang nach Westen. Da es stark geregnet hat, müssen wir erst einen Weg finden, um über die Pfützen und Bäche zum Strand zu gelangen. Ein gepflegtes Privathaus gibt uns die Möglichkeit trockenen Fußes an den Strand zu kommen.

Und dann wandern wir kilometerweit am einsamen Strand lang. Außer uns sind nur ein paar Wasservögel und Einsiedlerkrebse unterwegs. Idyllisch! Zuerst ist der Himmel noch total bewölkt, aber nach einer halben Stunde kommt die Sonne durch die Wolken durch und ich ziehe mein T-Shirt aus. Kurze Zeit später funktioniert Dieter es als Kopfbedeckung um, denn die Sonne wärmt ganz gut.

Wir sammeln viele Muscheln, orangefarbene und rote bevorzugt und einige Sanddollars.

Nach gut zwei Stunden sind wir wieder an unserem Resort.

Eine kurze Duschpause, dann fahren wir nach Las Lajas, einkaufen.

Da wir morgens eher wach sind, als der Koch, und für jeden 2 Eier 10$ kosten, beschließen wir uns morgens selbst zu versorgen. Wir haben ja schließlich eine voll ausgestattete Küche.

Im Supermarkt spricht man nur spanisch, aber wir bekommen, was wir wollen, Eier, Butter, Brot und Getränke- und alles für 30$.

Ein vernünftiges Restaurant finden wir allerdings nicht, so dass wir zum „Ponyhof“ zurück fahren und dort Hamburger und Chickenburger bestellen, die man uns sogar im Apartment serviert.

Es regnet mal wieder, zuerst leicht, zwischendurch heftig….

Mittagspause, was soll man bei Regen sonst machen :-))

Gegen vier stoppt der Regen und wir machen uns auf den zweiten Strandspaziergang, in die andere Richtung, aber wieder ganz allein.

Relaxen..

 

Donnerstag 26.10.2017

Der Regen weckt uns zwar nicht, aber er beginnt um halb neun vom Himmel zu fallen.

Keegan, der Besitzer, meint, das Wetter wäre ungewöhnlich, normalerweise regnet es nur zwischen 17 und 20 Uhr.

Es ist seit heute morgen um zehn trocken – ungewöhnlich, aber schön!!

 

Freitag 27.10.2017

Abreisetag.

Dieter bereitet uns wieder Rührei zum Frühstück, danach packen wir und bezahlen die Rechnung.

Jens hat 106 $ ausgerechnet – super. 76$ für die Speisen im Restaurant hatte wir auch auf dem Plan, plus die Getränke, die wir nicht einschätzen konnten.

Die 105$ für das stornierte Zimmer von Silvia und unsere Restzahlung fallen weg….. mal sehen, ob Keegan sich bei uns meldet.

Die Sonne scheint :-))) und sogar die Wege zum Strand sind trockenen Fußes begehbar.

In Las Lajas im Supermarkt kaufen wir Getränke für den Tag und dann heißt es Kilometer machen auf der Panamericana.

Laut „here“ brauchen wir reine Fahrzeit 5 Stunden und 10 Minuten.

Die Baustelle, die auf der Hinfahrt noch ca. 40 km lang war, ist jetzt nicht mal mehr 5 :-)))

Wie auch auf der Hinfahrt stehen wieder viele Polizisten mit Radargeräten auf der Strecke und erwischen regelmäßig Geschwindigkeitsübertreter.

Die Sonne scheint immer noch und zeitweise zeigt das Thermometer 34° C an. Und an so einem Tag sitzen wir nur im Auto, aber wahrscheinlich wäre es uns am Strand zu heiß geworden…

Da die Sicht besser erscheint als an unseren ersten Tagen, fahren wir noch einmal zum Amador Causeway, um die Skyline von Panama City aufzunehmen.

Über Panama hängen schon wieder Regenwolken.

Gegen drei Uhr erreichen wir das Riande Aeropuerto Hotel. Wir checken ein und bringen anschließend das Auto zum Flughafen. Erstmalig nutzen wir die Zeit ziemlich aus und bringen das Auto erst eine Stunde vor Ablauf der Mietzeit zurück. Die bürokratische Abwicklung dauert dann fast 30 Min, da wir auf die Übermittlung der panapass- Gebühren warten müssen.

Im Hotel bekommen wir eine E-Mail von Air Panama, der Flug wurde verschoben von 14:30 auf 17 Uhr, dabei hatte ich es doch im Netz schon gelesen, dass die Flüge unregelmäßig gehen. Wahrscheinlich war er nicht voll gebucht.

 

Samstag 28.10.2017

Beim Frühstück gibt es deutsche Bundesliga und Hannover gewinnt mit 3:2 gegen Dortmund.

Gegen eins checken wir aus und der Hotelportier besorgt uns ein Taxi, kein offizielles, ein sogenanntes Privattaxi…

An der ersten Delta Tankstelle fährt er raus, er muss seinen panapass aufladen, verstehen wir zumindest, denn er spricht kein Englisch und wir nicht genug spanisch. Fast 10 Min stehen wir dort und warten. Wie gut, dass wir Zeit en masse haben.

So dauert es tatsächlich fast eine Stunde bis wir den Domestic Airport erreichen.

Der Flughafen ist sehr überschaubar. Wir können gleich in der Bocas-Linie unseren Koffer abgeben. Obwohl wir einiges rausgenommen haben, soll Dieters Koffer 18 kg wiegen, mehr als in Hannover. Nachdem die Zeitungen und das Fotobuch in unser Handgepäck wandern, wiegen beide Koffer je 15 kg und wir zahlen nichts extra.

Zwei Stunden warten wir bis die Immigration öffnet und wir zum Flugsteig (falls es so etwas gibt) dürfen.

Es gibt keine Flugsteige, wir werden kontrolliert, sehr genau, und landen dann alle in einem Raum. Draußen sind es fast 30 Grad und die Halle ist auf gefühlte 15 Grad runtergekühlt. Und meine Jacke ist im Koffer :-((

Halb vier wird der Flug nach Bocas aufgerufen und wir laufen übers Flugfeld zu unserer Propellermaschine.

Sowohl in den Hotelfluren als auch hier im Flieger riecht es speziell… vor 20 Jahren hätte Andy nach einem Parfümtuch gefragt.

45 Minuten dauert der Flug nach Bocas, zuerst über Panama, dann über den Kanal, ein kleines Stück an der Küste lang und dann über die karibische See.

Nachdem wir gelandet und ausgestiegen sind, warten wir zusammen in einem Raum, keiner geht weiter, also bleiben auch wir. 10 Min später wissen wir warum, unser Gepäck wird vor der Tür abgeladen und wir können es in Empfang nehmen.

Da es nur 12 Min zu Fuß zum Hotel sind laut Navi, gehen wir mit den Koffern durch die Straßen spazieren.

Wir sind im Backpacker Paradies des karibischen Panamas angekommen und das sieht man.

Das Tropical Suites Hotel ist unser teuerstes Hotel während dieses Trips, was man auf den ersten Blick nicht erwarten würde, aber wir wollten ja Oceanview Zimmer – würde ich wieder so machen.

Ein Restaurant besitzt das Hotel nicht, zum Frühstück können wir zwischen drei Restaurants wählen. Eines, das Buena Vista empfiehlt man uns und wir testen es gleich mit dem Abendessen.

Nach zwei Filet Mignon, zwei Bier, einem Wassermelonen Smoothie (nicht so toll) und einer Piña Colada (fast ohne Alkohol) landen wir um acht wieder im Hotel.

Bocas del Toro ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und liegt auf der Isla Colón vor der Küste Panamás. Hier entflieht man als Besucher der Hektik des Alltags und lässt sich nur allzu leicht von der Leichtigkeit des Seins und dem karibischen Flair anstecken – sagt der Reiseführer. Hier tobt das Leben, ob man der Hektik entfliehen kann, kann ich noch nicht beurteilen.

„Die Stadt ist Ausgangspunkt für Ausflüge auf die Nachbarinseln und in den Marinen Nationalpark Bastimentos. Das Bild der Stadt ist geprägt von Holzbauten mit Veranden und Balkonen, ähnlich wie in den amerikanischen Südstaaten.“ na ja, es sieht schon etwas heruntergekommener aus als in den Südstaaten der USA.

 

Sonntag 29.10.2017

Laut war es letzte Nacht, dagegen waren die Frösche in El Valle richtig ruhig. Wir scheinen an der Partymeile von Bocas del Toro gelandet zu sein. Ab halb zwei wurde es dann ruhiger.

Allerdings sind wir auch nicht die typischen Touristen in Bocas, die sind nämlich deutlich jünger und Backpacker.

Heute steht der Playa Estrellas auf unserem Plan, der Strand mit den vielen Seesternen.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten ihn zu erreichen. Da er auch auf der Isla Colon liegt, kann man mit dem Taxi fahren, 35$, mit dem Bus, 2$ pro Person, oder mit dem Wassertaxi, den Preis nannte man nur noch expensiv.

Wir sind mutig und nehmen den Bus um zehn Uhr. Er startet am Plaza Central, gleich um die Ecke unseres Hotels zu jeder vollen Stunde.

Um ihn nicht zu verpassen, sind wir zehn Minuten eher da und können gleich einsteigen. Es sitzen nur Panameños drin und das bleibt auch so. Die Touris scheinen lieber Taxi zu fahren, oder schlafen noch.

18 km sind es bis Playa del Drago, der Drachenbucht, ab da muss man zu Fuß weiter. Für die Strecke benötigt der Bus 50 Min. Die Straße ist zwar asphaltiert, aber ein Schlagloch reiht sich an das nächste. Außerdem handelt es sich um einen Linienbus, der nicht nur zwischendurch neue Gäste aufnimmt, auch Waren zustellt. Abenteuerlich, spannend und interessant, viel schöner, als Taxi zu fahren.

Kurz vor elf sind wir dann in Playa del Drago und erfahren, dass es nur alle zwei Stunden zurückgeht, um eins, um drei und um fünf Uhr. Das schaffen wir.

Zunächst laufen wir zum Playa Estrellas, 20 Minuten dauert es, direkt am Wasser lang, aber meistens im Schatten unter Palmen.

Erstmalig kommt wirklich Karibikfeeling bei mir auf. Palmen direkt am Strand, teilweise im Wasser, wunderschön, exotisch, amazing..

Unterwegs hören wir irgendwann das Dröhnen der Bässe einer Anlage, wir scheinen uns der Attraktion zu nähern. Die meisten haben in Bocas del Drago ein Wassertaxi genommen, so dass wir unterwegs fast alleine waren. Am Playa Estrellas ist schon etwas mehr los. Eine Strandbar reiht sich an die nächste. Wir gut, dass wir gleich zu Beginn die Seesterne gesehen haben, sonst hätten wir uns falsch gefühlt, denn hinten, wo die Wassertaxen anlegten, sah man keine mehr, jedenfalls nicht in Strandnähe.

Wir drehen um und gehen zurück an den Anfang des Strandes. Wie hingeworfen liegen sie auf dem Sand im Wasser – ein Traum! Hinweisschilder, dass man sie nicht anfassen soll, gibt es genügend, trotzdem sieht man im Netz immer wieder Bilder mit Personen, die einen Seestern hochheben.

Wir lassen die Tiere in Ruhe und genießen einfach den Anblick. So ganz konnte ich es mir vorher nicht vorstellen, aber es ist unbeschreiblich im warmen Wasser zwischen den Seesternen zu baden. Und heiß ist es, ohne Schatten im Wasser… Dieter zieht seinen Pulli nicht aus, ist auch besser so.

Nach einer guten Stunde gehen wir zurück, um den Bus nach Bocas del Toro zu bekommen. An der Haltestelle steht ein Minibus, der uns für 5$ each zurück bringen will. Es kostet zwar doppelt so viel wie die Hinfahrt, geht aber auch doppelt so schnell.

Wieder in Bocas Town kaufen wir Toast und Käse für unser Mittagessen.

Jedes dritte Geschäft ist in Bocas del Toro ein Supermarkt und fast immer sitzt eine Asiatin an der Kasse. Wie die alle existieren können?

Nach einer Pause erkunden wir den Ort, was sehr schnell erledigt ist, denn viel gibt es nicht zu sehen. Zwei Straßen in Hafennähe sind mit Restaurants, Hotels, Hostels und Lädchen voll gestopft.

In der zweiten Reihe sieht es dann schon chaotisch aus. Wir werden es wie Tiger und Bär bei Janosch machen und uns auf unser schönes Heim freuen.

Für morgen buchen wir eine Bootstour zur Isla Zapatilla von 10 bis 17 Uhr.

 

Montag 30.10.2017

Gestern fiel die Party aus :-))))

Zum Frühstück gehen wir wieder ins Buena Vista. Diesmal nehme ich das karibische Frühstück, sieht aus wir ein Burger, unten ist eine Sauce aus Tomaten, Chili…. und drauf ein Spiegelei.

Im Anschluss versuchen wir Briefmarken für die Postkarten, die wir gestern gefunden haben, zu kaufen. Der Typ an der Rezeption meint in der Farmacia gibt’s welche, der Chinese dort schickt uns ins gelbe Haus gegenüber und der Mann dort ist der erste, der uns versteht 😉 Briefmarken gibt es auf der Post und die ist im grauen Betonkasten oder Rathaus.

Briefmarken kaufen wird in Panama zum Abenteuer. Die Post haben wir gefunden, zwei Ladies sitzen dort. Die erste ist nicht zuständig und nach geraumer Zeit wendet die zweite sich uns zu. Sie füllt eine Quittung aus, knöpft uns die Postkarten und 20$ ab und das war’s. Jetzt sind wir gespannt, ob sie ankommen. (März 2018: Sie kommen nie an)

Halb zehn sollen wir an der Agency zum Bootstrip sein und warten dann bis zehn :-(( zwischendurch bewundern wir eine Parade auf der Straße.

Start der Tour um zehn, wir holen noch 2 Gruppen vom Hotel ab, dann ist der Boot voll und es geht zum Hafenbüro.

In stickiger Hitze stehen wir dort 30 Minuten ohne jegliche Informationen…

Endlich geht es los, relativ schnell schippern wir zur Dolphins Cove, die Delfine schlafen aber alle noch.

Links von uns kommt eine schwarze Wolke immer näher und holt uns ein, kurz bevor wir das Restaurant erreichen, an dem wir die Bestellung für das spätere Mittagessen aufgeben sollen.

Es schüttet wie aus Kübeln. Aus den 10 Minuten Pause wird mehr als eine Stunde, so hat das Weiterfahren keinen Sinn.

Das Schnorcheln wird gestrichen, statt dessen fahren wir gleich zu Zapatilla 1 im Bastimentos Nationalpark. Gegen eins legen wir an und haben jetzt Zeit zum Baden, Schorcheln , Bummeln… ein wunderschöner, traumhafter Karibikstrand!

14:45 Uhr brechen wir wieder auf zum Restaurant, das Mittagessen sollte fertig sein, danach

fahren wir weiter zur Sloth Island. Wir versprechen uns ebenso wenig Faultiere zu sehen wie Delfine, aber wir werden überrascht. Drei Dreifingerfaultiere tummeln sich in den Bäumen, gar nicht mal so weit entfernt, aber gut getarnt durch das Laubwerk.

Ein letzter Stopp in Hollywood, so genannt, weil dort viele Seesterne liegen, dann geht es zurück nach Bocas del Toro.

Kurz nach 17 Uhr legen wir an, erschöpft vom Nichtstun auf See!

Das Buena Vista wird so etwas wie unser Stammlokal:-)), denn wir essen abends wieder dort.

 

Dienstag 31.10.2017

Die Flugtage sind immer so etwas wie Relax-Tage. Wir verdaddeln mal wieder den Tag. Bis 14 Uhr dürfen wir unser Zimmer behalten.

Same procedure as every day: Frühstück im Buena Vista.

Danach versuchen wir die 50$ Scheine klein zu wechseln, damit wir dem Taxifahrer das Geld passend geben können, sonst sind wir mit Sicherheit die 50$ für die Fahrt los.

Die Banco National ist gesichert wie Fort Knox, ein Security-Mann lässt nur einzelne rein und dann geht es noch durch eine Sicherheitsschleuse. Dieter überwindet alles und kommt kurz darauf zurück, die Schlange ist so lang, dass er eine Stunde Wartezeit vermutet.

Pause!!!!

Um 14 Uhr checken wir aus und laufen ein letztes Mal zum Buena Vista, die sich schon dekomässig auf eine big Halloween Party einstellen.

Nach dem Essen holen wir unsere Koffer ab und laufen zum Flughafen – schon seltsam….

Abgeben unserer Koffer, warten, und dann dürfen wir einzeln in den Raum zum Security Check.

Dieter darf sogar eine volle Flasche Wasser mitnehmen.

Der Pass wird erst gecheckt als wir schon in der Abflughalle sind, hatten sie wohl vergessen…

Bocas del Toro – Panama City: 18:10 – 19:10

Der Flug, wieder eine Propellermaschine, verläuft ohne Probleme, wir haben Reihe 1 und somit sogar viel Beinfreiheit:-))

Das Gepäck wird uns nach der Landung allerdings nur gegen Vorzeigen des Gepäckabschnitts ausgehändigt- man erlebt immer Neues auf Reisen – interessant.

Es warten genügend Taxen auf die Leute, diesmal müssen wir sogar 40$ zahlen, aber ich will nicht mehr lange verhandeln.

Und dann sitzen wir im Taxi und stehen im allgegenwärtigen Stau in Panama City.

1Std Fahrt

 

Mittwoch 1.11.2017

Panama City – Houston: 9:40 – 14:00

In Houston hatten wir einen Shuttle Service gebucht, der uns nach Pearland bringen sollte.

Mit uns warten ca. 30 weitere Personen auf ihren Shuttle und irgendwann ist Lady am Schalter genervt über die vielen Beschwerden und verlässt den Raum. Was ist das denn?

Unser Shuttlefahrer hat uns für eine lukrativere Fahrt sitzen lassen – es ist Messe in Houston.

Nach drei vergeblichen Stunden Wartens, pickt Christian uns am Flughafen auf und nimmt uns mit nach Pearland.

 

Donnerstag 2.11.2017 – Sonntag 5.11.2017

Familientreffen in Pearland mit Christian, KC, Diane, Steve, Charles und einigen deutschen Freunden mit einem interessanten Programm: Top Golf, Texas Roadhouse, Bike-Bar- Houston Downtown, Geburtstagsfeier……

Fazit:

Das Auswärtige Amt in Deutschland empfiehlt pro Person 500$ bar, oder als Kreditkartenbeleg, nach Panama mitzunehmen, damit man bei der Einreise nachweisen kann, dass man zahlungskräftig ist. BULLSHIT! Wir haben der Aussage vertraut und da wir schon Kreditkartenprobleme in Costa Rica hatten und ein von uns gebuchtes Hotel keine Kreditkarte abrechnen könnte, sind wir der Empfehlung gefolgt. Und nun laufen wir mit 1000$ durch die Gegend- völlig unnütz, bei der Immigration hat es keinen interessiert, ob wir hier bezahlen können.

Jetzt zahlen wir alles in bar – manchmal vielleicht sinnvoll und haben oft das Gefühl mehr Geld in der Tasche zu haben, als der ganze Laden, in dem wir einkaufen, wert ist.

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